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50 Zeilen Pop: Westpfälzer Duo im Weingut

Wein und Musik – das war lange eher eine gediegene Kombination. Ein Grünstadter Weingut hat sich nun aber daran gemacht, jungen Musikern der Mannheimer Popakademie die Chance zu geben, ihre Musik zu präsentieren. „Weinklang“ heißt die Reihe, die Uwe Zaiser mit Felix Mayer vom Weingut Mayerhof in Asselheim ins Leben gerufen hat. Am 6. Mai gibt es schon das sechste Konzert: mit Lunascope. Dahinter verbergen sich die aus Olsbrücken bei Kaiserslautern stammenden Schwestern Lena und Laura Kloos. Letztere hat ihr Studium in Mannheim bereits beendet und vor allem hinter den Kulissen schon große Erfolge: Die Gitarristin, die am Tag des Weingut-Auftritts ihren 29. Geburtstag feiert, hat bereits für Beatrice Egli, Glasperlenspiel, Anna Loos, Sarah Lombardi, Vanessa Mai oder Voxxclub Lieder geschrieben und komponiert. Auch die 24-jährige Lena ist als Songwriterin gefragt. Die Schwestern sind seit 2015 aber auch als Duo Lunascope aktiv – zu hören bereits im teils in Mannheim gedrehten Kinofilm „Die Welt der Wunderlichs“ von Dani Levy. Der Bandname verweist übrigens auf eine alte Liebe: die Harry-Potter-Lektüre. Ein „Lunascope“ dient im Zauberkosmos der Mondbeobachtung. Indie-Dance-Pop nennen sie selbst ihr Genre. Lorde ist ein Verweis oder die Crystal Fighters, etwa in der Single „Get On My Bike“, die von Zusammenhalt und Freundschaft erzählt. Vor allem aber haben Lunascope Spaß an ihrem Tun. „Musik ist was, da kann man drin aufgehen“, erklärte Laura Kloos in einem Interview die Liebe zu ihrem Beruf. Und die Schwestern möchten auch Vorbild in einer immer noch männlich dominierten Branche sein, schreiben sie auf Facebook: „Wenn ihr auch ... Songs schreiben und produzieren wollt, macht es einfach. Weil wir das genauso gut können wie die Boys.“ Konzertkarten können unter 06359/ 3168 reserviert werden. | Susanne Schütz

 

 

Pop/Indie. Mit ihrer Band „Lunascope“ treten am Sonntag, 21. Juli, die beiden Schwestern Laura und Lena Kloos aus Olsbrücken im ZDF-Fernsehgarten auf und stellen ihren neuen Song „Moonlight“ vor.

 

Von klein auf machen sie gemeinsam Musik und haben sich nach ihrem Studium an der Popakademie Mannheim dazu entschlossen, eine gemeinsame Band zu gründen.

Der Stil ihrer Musik wechselt zwischen tanzbarem Pop und Indie, doch starke Melodien und Themen aus dem Leben stehen immer im Fokus.

2016 entstand die erste EP und das erste Musikvideo. Ihr Song „Strange People“ ist im Kinofilm „ Die Welt der Wunderlichs“ von Dani Levy zu hören. Mit dem Song „Broke“ ist ihnen ein weiteres Highlight gelungen:

Der House-Track vermischt elegant die Titelmelodie der TV-Serie „2 Broke Girls“ mit Rap und aktuellen House-Sounds.ps 

Foto: Michael Nowatzky

Laura und Lena Kloos von „Lunascope“ Foto: Michael Nowatzkyhochgeladen von Wochenblatt Redaktion

 

 

Luftige Klanggebilder auf der von Laura gespielten Gitarre bildeten den Rahmen für ihren Gesang, der auf einem schmalen Grad zwischen klar und fragil balancierte.

Die Songs sind für sich genommen kleine Perlen .

Sehr melodiös und mit einem melancholischen Unterton kam „The Day I lost my Mind” daher, das fast hitverdächtig schien.

Wie alle ihre Lieder ist auch dieses selbst getextet und selbst komponiert und handelt davon, dass man den Verstand verlieren könne, wenn man sich zu viele Gedanken macht.

Die mal kindlich, mal lieblich, mal trotzig singenden Schwestern ergänzten dabei einander glänzend und wirkten auch authentisch. So öffneten sie Herz und Seele, sangen weder kitschig noch pathetisch, dafür immer geradeaus und herzlich.